Fragen und Antworten
Wer ist die Katz Biotech AG?
Die Katz Biotech AG ist ein junges deutsches Unternehmen, gegründet im Dezember 2002. Die
Geschichte der Katz Biotech AG beginnt allerdings bereits 1992 in Welzheim bei Stuttgart.
Agraringenieur Dr. Peter Katz begann damals mit einer Nutzinsekten-Zucht im Keller der elterlichen
Metallverarbeitungsfirma. Die daraus entstandene Firma PK-Nützlingszuchten wuchs schnell. Die
steigende Nachfrage nach Nützlingen und professioneller Beratung im Erwerbsgartenbau führte
1997 zur Gründung der Katz Biotech Services. Im Jahr 2000 expandierte die Firma erneut. Durch
die Übernahme der brandenburgischen Firma FLORA-Nützlinge hatten die schwäbischen Nützlingszüchter
nun auch einen Produktions- und Beratungsstützpunkt in Ostdeutschland. 2002 entschied man sich
für den Bau einer neuen Produktionsanlage im südlich von Berlin liegenden Baruth. Am 17.
Oktober 2004 wurde Deutschlands größte und modernste Produktionsstätte für Nützlinge
in Baruth eröffnet.
Die Mitarbeiter der Katz Biotech AG stammen hauptsächlich aus der grünen Branche. Hier
arbeiten Gartenbauingenieure, Biologen und Gärtner in Produktion, Vertrieb, Beratung und
Forschung. Insgesamt (Stand 1. Juli 2004) sind 16 Personen bei der Katz Biotech AG
beschäftigt.
Was macht die Katz Biotech AG?
Produktion
Die Katz Biotech AG produziert im Massenzuchtverfahren Nutzinsekten (Nützlinge) für den
biologischen Pflanzenschutz. Als Nützlinge bezeichnet man die natürlichen Gegenspieler von
Pflanzenschädlingen. Ein sehr bekannter Nützling ist z.B. der Marienkäfer, der Blattläuse
aussaugt. Gezüchtete Nützlinge können gezielt zur Schädlingsbekämpfung an
Pflanzen in Gewächshäusern, Innenräumen aber auch im Freiland eingesetzt werden.
Zur Zeit (Stand 1. Juli 2004) werden 11 verschiedene Nützlinge gegen Blatt, - Motten- und Wolläuse,
sowie Spinnmilben produziert. Die Produktion von Testorganismen (spezielle Nützlinge) ist eine
weitere Linie der Katz Biotech AG. Diese werden ausschließlich für die chemische
Pflanzenschutzindustrie produziert.
Vertrieb
Neben der Eigenproduktion werden weitere Nützlinge sowie biologische Pflanzenschutz- und
Pflanzenstärkungsmittel von deutschen und europäischen Partnerfirmen zugekauft. Das
gesamte Sortiment umfaßt somit 44 Nützlinge für die Bereiche Gemüsebau,
Zierpflanzenbau, Jungpflanzen, Innen- und Verkaufsraum, Obstbau und Hobbygarten. Die Kunden erhalten
Ihre Nützlinge, verpackt in luftdurchlässige Spezialkartons, ausschließlich über
den Versand. Der Vertrieb erfolgt schwerpunktmäßig in Deutschland. Über Wiederverkäufer
werden einzelne Produkte in ganz Europa verkauft.
Beratung
Die Katz Biotech AG berät alle Sparten des Erwerbsgartenbaus zum Einsatz von Nützlingen und
Mikroorganismen. Ebenso berät sie Erwerbsgärtner zum integrierten Pflanzenschutz und gibt
Empfehlungen zu geeigneten Pflanzenschutzmitteln. Um die Gärtner bedarfsgerecht zu beraten und
zu beliefern, unterhält die Katz Biotech AG jeweils ein Beratungsteam in Baruth und Welzheim.
Diese Innen- und Außendienstmitarbeitern arbeiten eng mit externen Beratern aus
Landwirtschaftskammern, Beratungsringen und Pflanzenschutzämtern zusammen. Hobbygärtner
werden dagegen über Vermittler im Gartenfachhandel sowie direkt von Pflanzenschutzberatern der
Katz Biotech AG telefonisch oder per Email beraten.
Forschung
Die Katz Biotech AG entwickelt neue Produkte und Verfahren. Neben dem geschützten Anbau liegt
dabei auch ein Schwerpunkt auf dem Freilandeinsatz von Nützlingen.
Wer braucht die Produkte der Katz Biotech AG?
Nützlinge sind hauptsächlich für den Erwerbsgartenbau unter Glas (Gewächshaus)
bestimmt. Große Abnehmer sind demnach Gemüsebaubetriebe, Schnittblumenproduzenten sowie
Topf- und Grünpflanzengärtnereien. Auch Obstbaubetriebe, Innenraumbegrünungsfirmen,
Botanische Gärten, Versuchsanstalten sowie Gartencenter und Hobbygärtner gehören zum
Kundenkreis.
Die Testorganismen dagegen sind für die Labore der chemischen Industrie, für Prüfinstitute,
Universitäten und andere Forschungseinrichtungen bestimmt. Sie werden dort für Umweltverträglichkeitsprüfungen
von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Hintergrund dieser Test ist die Produktion intelligenter
Pflanzenschutzmittel, die gezielt den Schaderreger treffen und Nützlinge schonen.
Wie produziert die Katz Biotech AG die Nützlinge?
In einer 4.500 qm großen Produktionsanlage werden in Gewächshäusern, Ackerbohnen,
Kartoffeln, Getreide und Tabakpflanzen angebaut. Die Pflanzen dienen als Zuchtfutter für Schädlinge
wie z.B. Läuse und Milben. Die so gezüchteten Schädlinge dienen wiederum als
Nahrungsquelle für die Nützlinge.
In sechs 500 qm großen Gewächshausblöcken wird mit einem geschlossenen Bewässerungssystem
sowie Assimilationslicht und Klimacomputer gearbeitet. Die aufwendige Technik ist notwendig, da für
die Schädlings- und die Nützlingszucht optimale Klimabedingungen herrschen müssen.
Die Auf- und Nachbereitung der Nützlinge erfolgt in drei klimatisierten Hallen. Die „Ernte“
der Nützlinge ist aufwendig und personalintensiv. Da die Tiere winzig klein und zudem sehr
empfindlich sind, ist Handarbeit bis heute unumgänglich.
Wo produziert die Katz Biotech AG?
Die Katz Biotech AG produziert an zwei Standorten. Die Massenproduktion der Nützlinge für
die biologische Schädlingsbekämpfung sowie die Produktion der Nützlinge
für ökotoxikologische Tests läuft ausschließlich im brandenburgischen Baruth.
Die ganzjährige Insektenproduktion in Baruth erfordert auch im Winter ständige
Temperaturen von 22 bis 24 °C. Die Energieversorgung erfolgt daher durch ein benachbartes
Biomassekraftwerk. Dieses Kraftwerk verarbeitet Holz-Abfälle eines nahegelegenen
Spanplattenwerks. Der frühere Hauptstandort in Welzheim (Baden-Württemberg) wird ausschließlich
für Basis- und Sicherheitszuchten genutzt.
Wer sind Kunden der Katz Biotech AG?
Zu den bekanntesten Kunden für Nützlinge in Deutschland gehören große
Gartenbauunternehmen wie beispielsweise Elsner pac Jungpflanzen, Nordflor Gartenbau GmbH, Pflanzen Kölle-Produktion,
Floralia, GBT mbH Gurkenproduktion Alperstedt. Aber auch Botanische Gärten u. a. in Berlin,
Hamburg, München und Frankfurt und Objekte mit Innenraumbegrünungen wie die Mercedes Benz
Niederlassung in Berlin, Tropical Islands Ressort Berlin-Brandenburg sowie das Bundeskanzleramt.
Die bekanntesten Kunden für Testorganismen sind die Bayer AG Leverkusen sowie die BASF AG.
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